AI & Automation · Prozessautomatisierung

Prozessautomatisierung

Dokumente verarbeiten, Daten übertragen, Vorgänge auslösen: Workflow- und Prozessautomatisierung mit KI dort, wo sie Zeit spart, Fehler reduziert und Durchlaufzeiten verkürzt – mit dem Menschen an den entscheidenden Stellen.

01 Definition

Prozessautomatisierung mit und ohne KI.

Was ist Prozessautomatisierung?

Prozessautomatisierung ist die Ausführung eines Geschäftsablaufs durch Software: Auslöser erkennen, Daten verarbeiten, Systeme aktualisieren und Beteiligte einbinden – nach definierten Regeln und mit Ausnahmen, die an Menschen gehen.

Klassische Automatisierung funktioniert, solange Eingaben strukturiert sind. Sobald E-Mails, PDFs, Freitext oder unterschiedliche Formate ins Spiel kommen, endet sie – und Menschen tippen ab. Genau hier setzt KI an.

Wo hilft KI in der Prozessautomatisierung?

KI übernimmt die Schritte, die Verstehen erfordern: Dokumente lesen, Inhalte klassifizieren, Daten extrahieren, Anfragen zusammenfassen. Die Ausführung bleibt regelbasiert und nachvollziehbar.

Das Ergebnis ist ein Prozess, der unstrukturierte Eingaben verarbeiten kann, ohne unberechenbar zu werden: KI am Eingang, Regeln in der Mitte, Menschen bei Ausnahmen und Freigaben.

02 Typische Prozesse

Sechs Abläufe, die wir regelmäßig automatisieren.

  • 01

    Auftragseingang

    Bestellungen aus E-Mail, PDF oder Portal erkennen, Positionen extrahieren, gegen Stammdaten prüfen und im ERP anlegen – mit Freigabe bei Abweichungen.

  • 02

    Rechnungsprüfung

    Eingangsrechnungen lesen, mit Bestellung und Lieferung abgleichen, Prüfschritte vorbereiten, Zahlungsfreigabe beim Menschen.

  • 03

    Onboarding

    Neue Kunden oder Mitarbeitende: Daten erfassen, Systeme anlegen, Aufgaben verteilen, Fortschritt überwachen – ohne Checkliste in Excel.

  • 04

    Angebotserstellung

    Aus CRM-Daten und Vorlagen ein Angebot erzeugen, Preise und Konditionen prüfen lassen, Versand nach Freigabe.

  • 05

    Reklamationen und Tickets

    Eingang klassifizieren, priorisieren, Informationen nachfordern, Vorgang dem richtigen Team zuweisen und den Kunden informieren.

  • 06

    Berichtserstellung

    Wiederkehrende Berichte aus Systemdaten zusammenstellen, Auffälligkeiten markieren, Entwurf zur Prüfung vorlegen.

03 Automatisierungsgrad

Nicht alles vollautomatisch – aber alles bewusst.

Der richtige Grad hängt von Häufigkeit, Risiko und Variabilität ab. Wir legen ihn je Prozessschritt fest.

  • Stufe 1

    Assistiert

    Das System bereitet vor, der Mensch führt aus. Sinnvoll bei seltenen oder sehr variablen Vorgängen.

  • Stufe 2

    Teilautomatisiert

    Routinefälle laufen automatisch, Ausnahmen gehen an eine Person. Der häufigste und wirtschaftlichste Grad.

  • Stufe 3

    Vollautomatisiert mit Kontrolle

    Der Prozess läuft ohne Eingriff, wird aber überwacht und stichprobenartig geprüft. Nur bei klar definierten, risikoarmen Abläufen.

04 Vorgehen

Vom Ablauf zum Betrieb.

  1. 01

    Prozess aufnehmen

    Wir dokumentieren den Ablauf mit den Menschen, die ihn ausführen – inklusive der inoffiziellen Schritte, die in keinem Handbuch stehen.

  2. 02

    Varianten und Ausnahmen

    Welche Fälle kommen wie oft vor? Was passiert bei fehlenden Daten, Sonderwünschen, Fehlern? Ausnahmen bestimmen den Aufwand, nicht der Normalfall.

  3. 03

    Automatisierungsgrad festlegen

    Je Prozessschritt entscheiden wir: assistiert, teil- oder vollautomatisiert. Und wo KI nötig ist – oder eine Regel reicht.

  4. 04

    Bauen

    Auf einer Automatisierungsplattform, im bestehenden System oder als eigener Dienst – je nach Anforderung an Daten, Sicherheit und Betrieb.

  5. 05

    Testen mit echten Fällen

    Der Ablauf läuft parallel zum bisherigen Prozess auf realen Vorgängen. Erst wenn Ergebnisse und Ausnahmen stimmen, wird umgeschaltet.

  6. 06

    Betrieb und Monitoring

    Fehlerfälle, Durchlaufzeiten und Eingriffe werden überwacht. Der Prozess wird laufend verbessert – Automatisierung ist kein Zustand, sondern ein Betrieb.

05 Weiter

Prozesse enden nicht an Systemgrenzen.

Die meisten Abläufe berühren mehrere Systeme. Deshalb gehört zur Prozessautomatisierung häufig eine Integration zwischen CRM, ERP und Fachanwendungen – und für Schritte, die Recherche oder Vorbereitung erfordern, ein AI Agent.

06 FAQ

Häufige Fragen zur Prozessautomatisierung

Welche Prozesse eignen sich zuerst?

Häufig vorkommende, klar beschreibbare Abläufe mit spürbarem Aufwand – etwa Auftragseingang, Rechnungsprüfung oder Ticket-Triage. Sie liefern schnell messbare Ergebnisse und bauen Vertrauen für komplexere Prozesse auf.

Braucht jede Automatisierung KI?

Nein. Viele Prozesse lassen sich mit Regeln und Schnittstellen automatisieren. KI kommt dort ins Spiel, wo Eingaben unstrukturiert sind – E-Mails, Dokumente, Freitext – oder wo Klassifizieren und Zusammenfassen gefragt ist. Wir setzen KI ein, wenn sie den Unterschied macht, nicht weil sie verfügbar ist.

Was passiert, wenn die Automatisierung ausfällt?

Jeder Prozess hat eine definierte Rückfallebene: Vorgänge landen in einer Warteschlange oder gehen kontrolliert an eine Person – sichtbar, nicht ins Leere. Monitoring meldet Ausfälle, bevor Kunden sie bemerken.

Nächster Schritt

Welcher Prozess läuft bei Ihnen noch über Postfach und Tabelle?

Nennen Sie uns einen konkreten Ablauf. Wir zeigen, welcher Automatisierungsgrad sinnvoll ist und was er im Alltag verändert.